Auszug aus: Torsten Krug

"Das Handwerk des Träumens"

 

Dieser Traum, den Georg Klusemann 1963 – also im Alter von 19 Jahren – hatte, ist meines Erachtens deshalb von so großer Bedeutung für ihn gewesen, weil er in nuce sein Selbstverständnis als Künstler enthält und ihn in gewisser Weise zu sich selbst geführt haben mag. Seine Erzählung spricht die klassischen Themen des künstlerischen Schaffens

an: von der Erwartungshaltung eines Publikums über Selbstzweifel, Druck,

Ehrfurcht vor allzu großer Tradition, bis hin zu Befreiung und Rückbesinnung auf die ureigensten Kräfte, einem Vertrauen darauf, dass man mehr kann, als man weiß. »Geh mit der Kunst in deine ureigenste Enge«, heißt es bei Paul Celan, »und setze dich frei«. Die folgende Traumerzählung wirkt wie eine Bebilderung dieser Zeile.

 

 

Dies sind vierunddreißig handgeschrieben[e] Seiten eines Erlebnisses, das mich so stark beeindruckte, daß ich es noch am gleichen Morgen niederschrieb, obwohl mich die Anstrengungen der Nacht äußerst erschöpft hatten. 

 

                           Georg Klusemann, ca. 1963

 


"Der Traum" gelesen von Torsten Krug

Aufgenommen in der Villa Cipriani (Toskana) der Familie Klusemann am 15. Oktober 2016.